Im Zusammenhang mit einer Sanierung werden energietechnische Aspekte immer wichtiger. Der Sanierungsmarkt, insbesondere der energetische, befindet sich im Aufschwung. Attraktive Förderprogramme von Bund und Kantonen sowie teils auch von EVUs und Gemeinden schaffen Anreiz. Die Aussicht auf steigende Energiepreise führt zu vermehrter Nachfrage nach energetischen Sanierungen. Zudem ist ein Grossteil der Mieter bereit, für einen Komfortgewinn durch energetische Massnahmen mehr Miete zu bezahlen.
Gebäudehülle Gebäudetechnik Finanzierung
Gebäudehülle In der Regel empfiehlt es sich, die Gebäudehülle vor der Heizung zu
sanieren, um die Heizung richtig dimensionieren zu können. Nebst einer
erheblichen Reduktion der Energieverluste führt eine
Gebäudehüllensanierung durch weniger Zugluft und wärmere
Oberflächentemperaturen massgeblich zu einem angenehmeren Raumklima bei.
Fenster Alte Fenster führen
zu Energieverlusten von über 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr.
Neue Fenster reduzieren diesen Verlust auf weniger als 8 Liter.
Fenster können vollständig ersetzt werden. Es kann aber auch nur das
Glas ausgetauscht werden oder ein neuer Fensterrahmen auf den
bestehenden aufgesetzt werden.
Aussenwände Ungenügend
gedämmte Wände führen zu einem Energieverlust von rund 6 Liter pro
Quadratmeter und Jahr. Eine optimale Wärmedämmung reduziert diesen
Verlust auf 2 Liter.
Die Wände können aussen oder innen gedämmt werden, je nach lokalen Gegebenheiten und individuellen Bedürfnissen.
Dach Über ein schlecht
isoliertes Dach geht ein erheblicher Teil der Energie verloren. Je nach
Nutzungsgrad und Absichten empfiehlt sich eine Estrichboden- oder
Dachdämmung.
Keller Eine klare Trennung
von beheiztem und unbeheiztem Kellervolumen reduziert die Wärmeverluste
stark. Bereits einfache Türdichtungen bringen einen gewissen Erfolg. Je
nach Nutzung ist die Dämmung der Kellerdecke oder des Bodens zu
empfehlen.
Gebäudetechnik
Die Heizung sollte nur in Ausnahmefällen vor der Gebäudehülle saniert werden, etwa wenn sie nicht mehr funktionsfähig ist.
Heizung Heute stehen eine
Vielzahl von Heizsystemen mit unterschiedlichen Energiequellen zur Wahl.
Solche mit umweltfreundlichen Energien sind langfristig günstiger und
gegenüber Heizöl und Erdgas konkurrenzfähiger. Nicht immer empfiehlt es
sich aber, auf eine Erdgas- oder Erdöl-Heizung zu verzichten.
Grundsätzlich bestehen folgende Möglichkeiten:
- Fernwärme
- Wärmepumpe
- Holzenergie
- Sonnenenergie
- Fossile Brennstoffe: Erdgas und Erdöl
Finanzierung Ausgaben für energetische Modernisierungen können von den Steuern abgezogen werden. Auch unterstützen verschiedene Institutionen (nationales Gebäudeprogramm, Kantone, Gemeinden, Energieversorgungsunternehmen usw.) solche Investitionen finanziell. Bei den aktuell sehr tiefen Zinssätzen lohnt es sich, ein Mehrdarlehen (bestehende Hypothek aufstocken) für diese Investition aufzunehmen. Investitionen, die einen Mehrwert für die Mieter zur Folge haben, können zudem auf den Mietzins überwälzt werden.
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